≡ Menu

Sehstärke

Die Sehstärke – auch Sehschärfe genannt – wird fachlich als Visus bezeichnet. Die Fähigkeit des Auges zwei Punkte, die nah beieinander liegen, getrennt voneinander wahrzunehmen, zeichnet die Sehstärke aus. Bestimmt wird die Sehstärke in der Netzhautmitte – dort ist der Punkt des schärfsten Sehens.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Sehstärke ab. Mit 100 Prozent bzw. einem Visus von 1,0 hat man die volle Sehstärke erreicht. Es ist bei Jugendlichen allerdings nicht unüblich, dass sie einen höheren Wert und somit eine bessere Sehstärke erreichen. Im täglichen Leben ist für die meisten Tätigkeiten eine Sehstärke bzw. ein Visus von 0,5 bis 0,6 ausreichend.

Bestimmt wird die Sehstärke mit Leseprobetafeln. Geeicht sind diese auf einen Normalvisus. Von diesen Tafeln werden Buchstaben abgelesen. Es gibt aber auch Tafeln für Kinder oder Patienten, die das Alphabet nicht beherrschen, mit dem sogenannten pflügerischen Haken in Form eines E – hier ist immer ein Haken kürzer als die Anderen. Der Landoltsche Ring ist eine weitere Variante in Form eines Rings, welcher an einer Stelle offen ist. Diese Öffnung muss erkannt werden.

Es gibt auch vollautomatische Geräte zum Messen der Sehstärke, wie z.B. das Refraktometer.