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Schielen

Schielen ist eine Fehlstellung der Augen. Die Achsen der Augen stehen nicht parallel zueinander. Beim Schielen tritt am häufigsten eine Abweichung von der horizontalen Achse auf. Folge davon ist ein Schielen nach innen oder außen, so dass die Seheindrücke beider Augen nicht zu einem einzigen Bild verschmelzen können und man Doppelbilder sieht.

Es wird zwischen verschiedenen Arten des Schielens unterschieden.

Das latente Schielen tritt bei einer Störung des Gleichgewichts beider Augen auf und wird meist automatisch vom Gehirn ausgeglichen. Zum Schielen kommt es dann aber in bestimmten Situationen. So zum Beispiel bei starker Müdigkeit, Stress oder unter Alkoholeinfluss. Ursache für dieses Schielen ist eine Unterwicklung der Fähigkeit zur Verschmelzung der Seheindrücke beider Augen. Daher lässt diese Fähigkeit in den genannten Fällen nach. Als Folge des Schielens sieht man verschwommen, bekommt Kopfschmerzen und sieht Doppelbilder.

Das Begleitschielen tritt meist in den ersten drei Lebensjahren auf und wurde vererbt. Um Folgeschäden dieser Art Schielen wie zum Beispiel eine Schwachsichtigkeit zu vermeiden ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie entscheidend. Bei Kindern wird das Schielen ohne Operation behandelt. Allerdings kann diese Fehlstellung aus kosmetischen Gründen auch durch eine Operation korrigiert werden. Die Augen stehen anschließend wieder parallel zu einander. Das Schielen wird in vielen Fällen schon bei den Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9 erkannt.

Das Lähmungsschielen tritt wie der Name schon sagt, bei gelähmten Augenmuskeln auf. Meist als Folge von Entzündungen oder Verletzungen. Das Schielen tritt plötzlich in Form von Doppelbildern auf, verbunden mit Schwindel und Übelkeit.