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Iritis

Iritis oder auch Regenbogenhautentzündung nemmt man eine entzündliche Erkrankung der Iris. Häufig tritt eine Iritis in Verbindung mit anderen Entzündungen der übrigen Bestandteile der Augenhaut auf. Man spricht dann nicht mehr von einer Iritis sondern einer Uveitis.

Zu einer Iritis kommt es häufig nach einer Infektion mit den Keimen Chlamydien, Yersinien und Borrelien. Eine Iritis ist allerdings keine direkte Augeninfektion. Erreger werden bei einer Untersuchung eines Abstriches des Auges nicht gefunden. Vielmehr reagiert unser Körper mit einer Iritis auf diese Keime, die sich an einer anderen Stelle des Körpers befinden, dort aber oft keine Symptome zeigen. Die zur Iritis führende Infektion geht der Iritis mit zeitlichem Abstand voraus.

Entzündungen an der Wirbelsäule, den Gelenken, Sehnenscheiden sind häufig ein Auslöser für eine Iritis. Die Iritis tritt dann plötzlich auf und hat eine starke Rötung des Auges, Schmerzen und eine starke Einschränkung der Sehtüchtigkeit zur Folge.

Behandelt wird eine Iritis je nach Schwere und dem Verlauf der Iritis. Oft kommen kortisonhaltige Augensalben zum Einsatz. Kombiniert werden diese unter Umständen mit kortisonfreien Augensalben oder Augentropfen um die Entzündung zu hemmen. Um Verklebungen zwischen Iris und der Linse in Folge der Iritis zu vermeiden und dadurch eine dauerhafte Beeinträchtigung der Sehfunktion, erhält man zusätzlich Pupillenerweiternde Tropfen. Bei besonders schweren Fällen der Iritis werden Injektionen unter die Bindehaut und Kortisontabletten verabreicht, damit die Sehkraft des Auges nicht dauerhaft geringer wird.

Eine bakterielle Infektion, Ursache für eine Iritis, wird mit Antibiotika therapiert. Die Dosis muss hoch genug sein und lange durchgeführt werden, da sonst die Erreger nicht vollständig abgetötet werden und es später zu Rückfällen kommen kann.

Bei häufiger Iritis besteht die Gefahr, dass das Auge dauerhaft geschädigt wird.